
»Zum anspornenden Erbe Thälmanns gehören sein Beitrag zur Herausbildung einer marxistisch-leninistischen Partei mit Masseneinfluß in Deutschland und sein kühnes Auftreten als kommunistischer Präsidentschaftskandidat gegen die im Jahre 1932 drohende faschistische Machteroberung sowie sein beispielgebendes Verhalten in den Kerkern der braunen Diktatur. Könnten das vielleicht Gründe dafür sein, daß Ernst Thälmann in der ›Ahnengalerie‹ des Programmentwurfs der Linkspartei nicht einmal Erwähnung findet?«
Prof. Dr. Horst Schneider in »RotFuchs«
Der Thälmann-Report wird auch kontrovers diskutiert. Das war zu erwarten und erhofft.
Die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Arbeiterbewegung, mit Person und Wirken Ernst Thälmanns als einem Kristallisationspunkt, kann bei der Orientierung in der Gegenwart helfen.
Wir regen an, unser Diskussionsforum zu nutzen.

In seinem Redemanuskript für die Diskussion mit Interessierten geht Eberhard Czichon auch auf die Renegaten-Literatur zu Thälmann ein, auf die Legenden der Antikommunisten und auf Reaktionen auf das Buch aus den Reihen der Partei »Die Linke« – wie die Rezension von Ronald Friedmann, der (vor Ärger?) konstatiert, dass dieses Buch niemand brauche.
Der Dresdner Historiker Prof. Dr. Horst Schneider schrieb im »RotFuchs« zum Verriss des Buches durch den »Hobbyhistoriker« (Berliner Zeitung) Fred Bruder in der Tageszeitung »Neues Deutschland«.
»Bruder tadelt, daß der Report „von zwei in die Jahre gekommenen Historikern“ geschrieben worden sei, „die bis zu dieser Publikation weder über Thälmann noch über die KPD geforscht“ hätten. Das sind erstaunliche „Argumente“! Ist für den „Thälmann-Forscher“ Bruder Alter etwa eine Schande? Gilt es nicht eher zu rühmen, wenn zwei marxistische Historiker zehn Jahre ihres Ruhestandes dazu nutzen, um die Biographie und das Lebenswerk Thälmanns – dieses großen deutschen Arbeiterführers – gegen Fälschungen und Schmähungen zu verteidigen? Hat Herr Bruder schon den Schatz gehoben, der in den 3860 Anmerkungen des Reports steckt? Ahnt er auch nur das Maß der dort investierten Arbeit?«
Den Beitrag von Horst Schneider finden Sie unter diesem Verweis.
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